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Ermreus - Fast das ganze Dorf war auf den Beinen, als die Feuerwehr Ermreus zwei für den Ort bedeutsame Ereignisse feierte. Fast nebensächlich war dabei, dass der Feuerwehrverein sein 130-jähriges Bestehen
feierte, denn vor allem ging es um die Weihe des neuen Tragspritzenfahrzeugs, mit dessen Erwerb Bürgermeister Helmut Ulm wenige Tage vor dem Ende seiner Amtszeit ein großes Versprechen realisieren konnte.
Pfarrer Alfred Löhr aus Effeltrich und Pfarrerin Manuela Krafft nahmen bei strahlendem Sonnenschein die ökumenische Fahrzeugweihe vor, bevor der Feuerwehr-Vorsitzende Bernd Distler, unterstützt vom Kunreuther
Posaunenchor, seine Freude darüber äußerte, dass Helmut Ulm das Versprechen, der Feuerwehr Ermreus ein neues Fahrzeug zu beschaffen, noch als amtierendes Gemeindeoberhaupt gehalten hatte.
„Unser Staat lebt von Leistungen, die er selbst nicht erbringen kann“, betonte Ulm den hohen Stellenwert des Ehrenamts im Allgemeinen und des Feuerwehrdienstes im Besonderen. Und wenn er von einem „kleinen
Volksfest für Ermreus“ sprach, war das fast ein wenig untertrieben – für Ermreus war es wohl eher ein großes Volksfest.
Helmut Ulm zeigte sich auch zufrieden darüber, dass er die Feuerwehr Ermreus seinem Amtsnachfolger nach dem Bau des Feuerwehrhauses vor zehn Jahren mit dem neuen TSF nun „komplett runderneuert“ hinterlassen
könne.
Kreisbrandrat Reinhardt Polster lobte die „zukunftsorientierte Entscheidung“, die der Gemeinderat Kunreuth gefällt habe. Und der „Ermaser“ Feuerwehrkommandant Stefan Rehm bekannte, dass es sich um das
„Wunschfahrzeug“ der Ermreuser gehandelt habe. Das Fahrzeug sei besonders für die technische Hilfeleistung ausgerüstet, und auch der Feuerwehrverein habe sich mit einer Spende am Kauf beteiligt. Im Etat der
Gemeinde sind für den Kauf 45 000 Euro veranschlagt, allerdings wird im nächsten Jahr noch ein Zuschuss fällig. gw
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